Familientherapie


Jeder bringt in Beziehungen das "Handwerkzeug" zur Kommunikation ein, dass er/sie von zuhause "mitbekommen" hat. Zu Beginn einer Partnerschaft wird ein sog. "implizieter" Paarvertrag abgeschlossen, der als Grundlage für die gemeinsamen Selbstverständlichkeiten, also das "Geben und Nehmen",  des Miteinanders im Alltag, der Beziehung zu Grunde liegt. Ohne, das offen über die Wünsche, die Stärken und die Schwächen geredet wird, werden die Kommunikationsmöglichkeiten angewendet, die jeder für sich, für richtig hält und die bisher "geholfen" haben. Manche Menschen neigen dann zur Anpassung und Unterordnung um Konflikte zu vermeiden. Andere zeigen Wut und Aggressionen "ungezügelt" und verursachen damit oft Verletzungen, Enttäuschungen und Missverständnisse, ohne es selbst wahrzunehmen.

Im Rahmen der Familientherapie werden alle Familienmitglieder berücksichtigt und können  sie mit zu den Gesprächen kommen.  Vater, Mutter, die Kinder und alle anderen, die zum Familiensystem gehören und "systemischen Einfluss" auf die Familienndynamik haben. Es wird nach gemeinsamen Lösungen gesucht, bei denen "jeder gewinnt" und es werden konstruktive Kommunikationswege geübt und neue "Regeln für das Familiensystem" entwickelt, die für die Zukunft mehr emotionale Sicherheit und mehr Erfolg im Umgang miteinander bieten. Das konstruktive Bearbeiten der Gemeinsamenkeiten und der Unterschiedlichkeiten sowie der gegenseitigen emotionalen Verletzungen der Vergangenheit, kann eine bessere  Grundlage, für das zukünftige Zusammenleben schaffen.

Familientherapie kann auch "Schadensbegrenzung" sein und den Erwachsenen ,wie auch den Kindern gemeinsam helfen. ALLE erleben die Familienkrisen als bedrohlich, was  die zukünftige Bindungsfähigkeit, die Selbstwertentwicklungen und die körperkliche Gesundheit beeinflussen kann. Erinnern Sie sich bitte an den "Kaukasischen Kreidekreis", wenn eine Kind zwischen zwei Erwachsen "zerrissen" werden könnte. Sie kennen die sog. Loyalitätskonflikte. Soll es so enden? Besser nicht!

Auch eine "einvernehmliche" Trennung, kann in einer konstruktiven Familientherapie unterstützt werden; denn wenn die Unterschiedlichkeiten größer sind, als die Gemeinsamkeiten, dann kann eine faire und respektvolle Trennung auch einen gesünderen Neuanfang bedeuten, als so weiterzumachen, wie bisher. Paare, die sich fair und einvernemlich trennen, können weiterhin "gute Eltern" bleiben     und als zukünftige "Teilfamiliensysteme", für sich und ihre Kinder, ihr Bestes geben, was unter diesen Bedingung möglich ist.                                                                             c) CCS-Jade